PoD-Erfahrungen




Ein Jahr danach ...
von Ulrike Linnenbrink (November 2002)

sollte es an dieser Stelle eigentlich heißen. Mittlerweile ist meine Erfahrung mit dem ersten (und wohl auch einzigen) BoD-Buch jedoch schon ein wenig älter.

Natürlich war ich gespannt, und sicher war es ein tolles Erlebnis, mal wieder ein Buch mit eigenen Texten in Händen halten zu können. Doch ich bin nun mal kein Marketing-Mensch, und das muss man schon sein, wenn man das Projekt "eigenes Buch" völlig allein, ohne einen ordentlichen Verlag im Rücken, bewältigen will.

Nun, ich habe für mein "VOM LEBEN UND STERBEN LASSEN" nur wenig Offline-Werbung gemacht, lediglich ein paar Rezensions-Exemplare verschickt - an Buchhandlungen und Zeitungsredaktionen, die ich von anderen Gelegenheiten her kannte, hab eine WebSite für das Buch gebastelt, und dann einfach mal abgewartet.
Zunächst lief es auch ganz gut, ich habs sogar bis in die BoD-Bestsellerlisten geschafft. Doch dazu müssen wohl die Buchhandlungen, die ich angeschrieben, und denen ich jeweils ein Buch geschickt hatte, vertrauend auf die Verkäuflichkeit meiner bisherigen Bücher, brav bestellt haben. Es kam jedoch nichts nach, und mir war werbemäßig irgendwie die Luft ausgegangen.

Sicher kann man mich nicht exemplarisch für alle BoD-Autoren sehen, einige von ihnen - ich weiß es aus der bod_ies-Mailingliste - haben durchaus positive Erfahrungen gemacht, sind aus der Geschichte mit einem Plus herausgegangen und haben - entsprechend motiviert - mittlerweile das 2., 3., 4. Buch im Printing-on-Demand-Verfahren selbst herausgebracht, (inzwischen gibt es ja auch andere Anbieter als BoD, teilweise günstigere sogar). Doch für mich war die Sache ein Versuchsballon, der leider kurze Zeit nach dem Start immer mehr an Luft verlor, so dass ich schließlich keinen Spaß mehr daran hatte.

Nein, das Marketing überlasse ich doch lieber Leuten, die etwas davon verstehen. Mein Roman "Mylopa - Paradies hinter dem Horizont" ist daher vor ein paar Wochen wieder bei einem Verlag, beim Web-Site-Verlag, erschienen. Soll mein Verleger das mit dem Marketing mal machen, der kann das besser als ich ... ;-)


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