Das EBook ist auf dem Vormarsch. (Dachte man - noch vor etwa 2 Jahren.)
Ist es die intelligentere, umweltfreundlichere, langlebigere Buch-Lösung? Das Buch der Zukunft? Dank der immer kleiner und damit im wahrsten Sinne des Wortes "handlicher" gewordenen Ebook-Reader der verschiedenen Hardware-Anbieter wachsen die Chancen des EBooks auf Akzeptanz ohne Zweifel. Kritiker merken zwar an, dass einem EBook das "sinnlich Erfahrbare" seines Print-Bruders fehlt, Sammler und Liebhaber der feinen Buchrücken würden es neben der optischen Konservierung von Leseerfahrungen in ihrem Bücherregal möglicher Weise auch als ein hübsches Gestaltungselement ihres Wohnumfeldes vermissen, und es kommt sicher auf die eigenen Schwerpunkte an, auf die individuell zu beantwortende Frage, was beim Konsum von Lesestoff ganz persönlich für angenehm und wichtig befunden wird. Dies zu entscheiden liegt ganz im Ermessen und Empfinden eines jeden Einzelnen.
Hier ein paar der Punkte, die - ohne Anspruch auf Ausgewogenheit - für das EBook sprechen:
Für Autoren und Leser:
- Klein und handlich kann man den mit Texten "gefütterten" Reader überall hin mitnehmen. - Es schont Ressourcen. Keine Farben, kein Papier/Holz, kein Transportmittel.
- Keine schweren Bücher mehr im Reisekoffer. Die gesamte Urlaubslektüre passt bequem in ein einziges Lesegerät. (Die Geräte speichern bis zu 40 000 Seiten. Sicher werden es im Laufe der Weiterentwicklung ständig mehr.)
- Der Zugriff auf Seiten oder Stichwörter erfolgt in linearer und interaktiver Form. (Über eine Blätter-Funktion und über Hyperlinks)
- Praktische Suchfunktion
- Lesezeichen können gesetzt werden, ohne "Eselsecken" zu knicken. Kommentare hinzufügen ist möglich.
- Schriftart und -größe können beliebig verändert und dem Bedarf angepasst werden.
- EBooks (als Software) sind rund um die Uhr im Handel abrufbar.
- Sie sind trotz gleicher Lesequalität preiswerter als Print-Bücher.
- Langsam entwickelt sich auch die dazu notwendige Hardware aus den Kinderschuhen und wird immer leistungsfähiger.
Speziell für Autoren:
- Ergänzungen oder Änderungen sind leichter und ohne großen Aufwand zu realisieren.
- Einzufügende Grafiken sind kein Kostenfaktor mehr.
- Prozentual höherer Gewinnanteil als beim Print-Buch. (Zwischen 20 und 50% - je nach Anbieter)
- Es ist möglich, über Probekapitel, Buchbeschreibungen und Rezensionen, die heruntergeladen werden können, sehr genau über ein Buch zu informieren und so den Kaufanreiz zu erhöhen.
- Das Buch verschwindet nicht nach kurzer Zeit wieder vom Markt. Es muss niemals nachgedruckt werden, ist immer "vorrätig".
- Für kleine Verlage (auch Selbstverlag) könnte die elektronische Verbreitung ein bedeutender Faktor werden. Auflagestärken und Lagerkapazitäten spielen keine Rolle mehr. Alles fände auf wenigen Festplatten Platz.
Ein paar Surftipps für weitere Informationen:
http://www.ebooks.at/
http://www.tolleseite.de/
http://www.ecce-libri.de/
http://www.openebook.org/
http://www.ebookmedia.de/
Welche Lesegeräte sind für E-Books geeignet?
Nun, das ist eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. Desktop-PCs dürften weniger geeignet sein, da man damit örtlich sehr gebunden ist. Notebooks sind schon etwas flexibler, doch immer noch recht unhandlich. Kleinere Geräte, ob sie Handhelds, Palmtops, Pocket PCs, PDAs, iPod oder Organizer genannt werden, dürften schon eher eine Möglichkeit darstellen. Speziell für das Lesen von E-Books gibt es sog. eBook Reader, und die neueste Entwicklung, die immer mehr Zuspruch findet, sind wohl Tablet PCs. Wofür man sich letztendlich entscheidet, muss jedem selbst überlassen bleiben.
Für Hinweise auf Ergänzungsmöglichkeiten und neue Informationen sind wir jederzeit offen. Bitte melden! ;-)