Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?
Bin ich denn eine Behörde oder das Finanzamt? Diese Stellen sind wohl eher für "Mitteilungen" zuständig. Ich möchte den Leser ganz einfach unterhalten und ihn vielleicht auf diese Weise sogar gelegentlich zu einem Verzicht seiner täglichen Seifenoper animieren.
Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)
Müssen mußte ich nicht, aber ich wollte. Bereits im Kindesalter wurden einige kurze Geschichten von mir veröffentlicht.
Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)
Ich schreibe regelmäßig - als freie Mitarbeiterin - für die Tagespresse Glossen.
Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?
Sogenannte "Zuschussverlage" fanden meine Manuskripte postwendend affengeil. Dass die angeschriebenen bekannten deutschen Taschenbuchverlage sich in den letzten Jahren darauf 'spezialisiert' haben, fast nur noch bereits in den USA erschienene Erfolge zu übernehmen, wurde mir erst nach einiger Zeit klar. Hier ist wohl kaum mehr einer bereit auch einem deutschen Schriftsteller Chancen einzuräumen. Hat sich was mit Vaterlandsliebe!
Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)
Wieso ich? Gibt's dafür nicht die taffen Typen aus den PR-Agenturen?
Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)
Klar. Umgehend würde ich kaufen! Zeigt mir einen Verleger, der nicht gutes Geld verdienen möchte.
Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)
So gering kann eine Schmerzgrenze gar nicht sein.
Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?
Warum sollte er das noch tun, wenn er die Kröten bereits auf seinem Konto hat?
Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?
Nein.
Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?
Habe das Material dazu bisher nur überflogen und kann daher noch keine abschließende Beurteilung abgeben.
Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?
Lektorat wäre bei mir vermutlich nicht nötig, da meine Texte fast immer von einem Fachmann "vorbeurteilt" werden.
Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?
Sehr wichtig!
Wieviel würdest du für dein eigenes Buch ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?
Als Paperback rd. DM 12,--.
Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?
Intensiv und den richtigen Personenkreis ansprechend.
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