Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?
Zur Zeit entsteht ein heiteres Buch als Tatsachenreisebericht über eine Segelcharterreise in die Karibik. An Bord: 7 Männer und eine Frau, die von allem eine Ahnung haben, nur nicht vom Segeln. Es wird sehr heiter, denn die Welt ist oft traurig genug.
Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)
Ich schreibe seit der 1. Klasse, weil die Lehrerin es so wollte. Aus Spaß an der Freud schreibe ich seit dem 14. Lebensjahr. Den Anfang machte ich in der Schülerzeitung. Jetzt bin ich 38 Jahre, und es macht immer noch Spaß.
Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)
Klar gibt es diese: ca. 80 Beitrage in der Schülerzeitung, 16 Beiträge in deutschen MAD- Heften, 6 Hochzeitszeitungen und eine Trauerrede für einen guten Freund, der dachte, er hätte Vorfahrt. Leider dachte es der Andere auch ...
Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?
Noch nicht, aber ich sitze in den Startlöchern - bzw. in meinem Buch ist zur Zeit die Seite 52 in Bearbeitung.
Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)
Mein Buch macht das Leben heiter und bringt nur Vorteile. Wenn man es vor der Arbeit mit auf das Klo nimmt, kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Man meldet sich krank, liest es aus und kann sich dann noch einen schönen Nachmittag in der Sonne machen.
Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)
Sofort - logisch!! Ich würde Millionen scheffeln und hoffen, dass für mich auch noch ein paar Groopies abfallen. (Wie schreibt man eigentlich Groopies?)
Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)
Habe die Frage leider nicht verstanden. (?) Ansonsten liegt meine Schmerzgrenze gundsätzlich bei 1000 DM. Bei Claudia Schiffer würde ich die Schmerzgrenze allerdings erhöhen.
Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?
Wenn sich der Verlag bereits am Druckkostenzuschuß saniert, dann wird er nicht mehr großartig werben.
Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?
Klaro - 100%. Ich weiß ja nicht, ob das viel ist, aber ich habe bereits 125 Vorbestellungen für ein Buch, das noch nicht fertig ist. Alles treue Fans ...
Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?
Dort wird es gedruckt. Eine prima Idee, wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob man den deutschen Literaturpreis erhält.
Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?
Lektor? Lekter? War das nicht der Irre aus "Schweigen der Lämmer"? Lieber nicht. Wenn es aber der ist, der meine Schreibfehler korrigiert, dann ist der Lektor sicher sehr sinnvoll. Wobei zu sagen ist, jeder Mensch hat ein Recht auf seine Fehler.
Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?
Sehr wichtig! Das ist wie die Schminke der Frauen. Man kann den tollen Inhalt noch unterstreichen, sofern vorhanden ...
Wieviel würdest du für dein eigenes Buch ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?
Ganz einfach: Eine Seite = ein Pfennig. Wenn mich nicht alles täuscht, würden dann 200 Seiten 20 DM kosten.
Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?
Es wird eine Mund zu Mund Propaganda. Zum Buch wird es auch eine Homepage geben - mit noch mehr Hintergrundinformationen und vielen Farbfotos. Glücklicherweise sind mir auch einige Leute verpflichtet das Buch sozusagen selbstverständlich abzukaufen, nur um mir einen Gefallen zu tun. Das ist nicht nett, ich weiß, aber gut für das Geschäft.