Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?
Was ich meinen Lesern mitteilen will? Dass das Leben zu kurz ist, um es sich unnötig schwer zu machen! Dass es in jeder auch noch so negativen Situation eine Stelle zum Lachen gibt, bzw. einen Punkt, aus dem etwas Positives hervorgehen kann. Jemandem ein Schmunzeln, na ja, ein Grinsen ist auch okay, ins Gesicht zu zaubern (nee, das ist jetzt nicht das richtige Wort, aber ich bin ja auch keine "studierte" Autorin), das ist es, was ich will. Der Weg? Egal, Roman, Kurzgeschichte, Kolumne
Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)
Wann lernt man Schreiben? Mit 6, oder? Okay, seitdem schreibe ich. Nein, nicht nur die Hausaufgaben, auch Geschichten, Gedanken, Gedichte (die sind aber grottenschlecht). Ich liebe es, mir was auszudenken. Manchmal endet meine Story ganz anders als geplant. Das fasziniert mich und motiviert mich, immer weiter zu schreiben.
Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)
Jau! Seit genau heute sind es (außer dem Kurzgeschichtenbuch bei BoD) genau 43 Veröffentlichungen. Und zwar Kurzgeschichten, heitere Artikel und Kolumnen in Tageszeitungen.
Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?
Mal ist gut! Zig Male. Ein Exposé und Leseproben für einen Roman. Es kam entweder keine Antwort (keine Antwort ist auch 'ne Antwort) oder es kamen lieblich formulierte Absagen. Tja, PG, Pech gehabt.
Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)
Wusstest du, dass ich nicht nur witzige Kolumnen für Tageszeitungen schreibe (neulich hat mich jemand - ich schwöre, dass es wahr ist - mit Elke Heidenreich verglichen), sondern auch einen netten, kleinen Roman um das Thema Abnehmen geschrieben habe? Also, es geht darum, dass die Protagonistin sich nicht mit ihrem Gewicht abfinden will. Auf der Suche nach der idealen Figur passiert ihr allerhand. Unter anderem lernt sie ihre große Liebe kennen. (Ich sehe die großen Frauenaugen, denn das Thema interessiert irgendwie jede Frau)
Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)
Antwort 1: Ja, ja und noch mal ja. Antwort 2: Weil das Thema viele interessiert und deshalb auch gekauft werden wird. Außerdem wird es zu etwas mehr Toleranz beitragen.
Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)
Also, die Schmerzgrenze ist bei ungefähr, so in etwa *hüstel* 0,00 DM. (Umgerechnet in Schilling macht das...) Meine Freunde sollen sich das Werk gefälligst käuflich erwerben, denn es ist gut! Ich würde nichts, na, sagen wir mal, fast nichts investieren, weil ich nicht geil darauf bin, mein "Werk" gebunden in der Hand zu halten, sondern, weil ich will, dass man es auch liest. Mutter könnte ich es notfalls auch vorlesen, nicht wahr? Also, investieren würde ich schon, wenn ich wüßte, dass es auch beworben würde. Der finanzielle Einsatz bei BoD ist die Grenze.
Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?
Ein Verlag, der von mir einen Druckkostenzuschuss verlangt, druckt für Autoren, nicht für Leser. Er wirbt, um Autoren heranzuziehen. Ich bin sicher, dass für ihn, wenn er die zigtausend Märker in der Tasche hat, sein Geschäft gelaufen ist.
Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?
Och, ja. Wenn ich - werbemäßig - von irgendwoher das richtige Know-How bekäme.
Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?
Ist 'ne tolle Sache. Steht ja schon weiter oben. Wenn richtig für die Bücher geworben würde, dann wäre es geradezu perfekt.
Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?
Ja, wäre sinnvoll. Welcher Autor ist schon Profi im Gestalten, in der Rechtschreibung, im Layout, im Erstellen eines Covers, und, und, und. ABER: Was ich bisher über die Kosten eines guten Lektorates in Erfahrung bringen konnte... Nee, einem Lektor sein schönes Leben finanzieren, nicht mit mir. Nein, das klang jetzt zu gemein. Ich finde einfach, dass die Preise zu hoch sind. Basta!
Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?
Logo, sehr wichtig! Der Käufer sieht doch zuerst die "Verpackung".
Wie viel würdest du für dein eigenes Buch ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?
Momentchen bitte, ich schau mal grad nach....380,48 DM, Werbung von BoD in den Printmedien, Werbeseiten im Internet, die Leser anziehen, die nach bestimmten Themen (Abnehmen in meinem Beispiel)suchen
Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?
Es müsste beim Anbieter auf jeden Fall der Klappentext abgedruckt sein, und nach vom Autor angegebenen Stichworten zu finden sein. Z. B. nicht "Belletristik", da stehen Millionen von Büchern!