Antworten: N.Y.R
Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?
Da ich gerade einen Roman schreibe, versuche ich den Leser vor allem
in eine Welt mitzunehmen, die schon lange vorbei ist. Der Versuch ihnen
auch andere vielleicht nicht nur phantasievolle sondern sogar nur schwer
vorstellbare Ideen des Menschseins aufzuzeigen gefällt mir sehr.
Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)
Im Grunde genommen schreibe ich schon einige Jahre, meistens waren
dies allerdings nur kurze philosophische Texte, in denen ich mich mit
Situationen des Alltags auseinandergesetzt habe. Der innere Zwang zu
schreiben stellt sich bei mir vielmehr wie ein Grundbedürfnis dar, so
wie essen oder schlafen.
Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)
Leider gibt es noch keine gedruckten Exemplare meiner Textsammlungen
und natürlich auch noch nicht von meinem Roman. Da ich aber auf
unterschiedliche reaktionen wert lege, die mir auch dabei helfen meinen
Roman (hoffentlich bald) zu verlegen, habe ich verschiedenen Leuten die
Ersten zwei kapitel zum Lesen überlassen. Die Reaktionen sind durchweg
positiv und das motiviert mich natürlich sehr an meinem Ziel, der
Verlegung des Romans, weiter festzuhalten!
Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?
Noch nicht, da ich mich gerade erst damit auseinander gesetzt habe,
unter welchen Bedingungen ein Buch überhaupt eine Marktchance hat und
welche Voraussetzungen meinerseits vorhanden sein müssen.
Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)
Was glaubst du? Wie sahen die Menschen vor 9000 Jahren aus? Welche
Kleidung trugen sie und wie lebten sie? (häufige Antwort, na ja,
vielleicht in Felle gekleidet und in höhlen und so..) Wusstest du, dass
sie bereits Haustiere hatten? und dass sie auch schon etwas von der
Textilverarbeitung verstanden?... Ich glaube aber eher, dass sich das
Verkaufsargument auch im Gespräch entwickelt. Bisher hatte ich jedoch
noch kein Problem damit jemanden zu finden, der meinen Roman liest.
Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)
Das ist keine leicht zu beantwortende Frage, ich denke, dass ich mich
zum einen vom allgemeinen Zeitgeschmack leiten lassen würde und zum
anderen kommt es darauf an, ob sich der Roman flüssig liest und in sich
stimmig ist. Da ich genau auf diese Faktoren beim schreiben achte, Warum
eigentlich nicht?!
Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)
Da sind wir genau bei meinem Handycap angekommen, ich habe kein Geld
als Rücklage, das ich für diesen Erfolg einsetzen könnte, damit stellt
sich für mich der erste Teil der Frage nicht wirklich. Denn ich muss ja
auch was essen und meine Miete bezahlen. Aber ich glaube auch, dass ich
ein gutes Buch schreibe, das wertvoll ist gelesen zu werden, denn in ihm
verbergen sich Hilfestellungen die die Menschen auch in heutiger Zeit
dazu bringen können friedlicher miteinander umzugehen und wieder
vielmehr darauf zu achten, dass jeder Mensch mit Achtung und Respekt
behandelt wird, und vor allem in erster Linie die Talente zählen und
nicht unsere Fehler.
Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?
Das wäre doch anzunehmen und natürlich auch Teil der Leistung, die
man zuvor verabredet hat.
Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?
Da ich auf diesem Gebiet noch keine Erfahrung gesammelt habe, müsste
ich mich erst mal schlau machen, welche Aufgaben das beinhaltet außer
den Roman zu schreiben. Ich glaube, dass ich erst etwas unsicher wäre,
aber nach und nach einen Weg finden würde. Das hoffe ich zumindest.
Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?
Ich bin der klassische Buchleser, der gerne ein Buch in der Hand
hält und die Seiten aktiv umblättert.
Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?
Ein Lektorat halte ich deshalb für sinnvoll, weil man in Bezug auf
seinen eigenen Text sicherlich einige blinde Flecken hat. Ein Lektorat
hilft sicher auch dabei die Unstimmigkeiten im Verlauf der Geschichte zu
erkennen und zu detaillierte Beschreibungen zu kürzen.
Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?
Je nach Textart und Inhalt glaube ich dass man sich zumindest mit
dem Cover schon einen ersten Eindruck verschaffen kann. Die Schriftart
kann selbstverständlich auch das Lesen erleichtern oder erschweren, aber
er sollte im Zusammenhang mit dem zu vermittelnden Inhalt stehen.
Wieviel würdest du für dein eigenes Buch ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?
10 bis 15 Euro
Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?
Mittels üblicher Buchwerbung sowie auch Autorenlesung. Denn nur, wer
schon mal reingeschmökert hat, ist angefressen und kann nicht mehr
aufhören zu lesen.
![]()
.