Antworten: Marc Schieferdecker

 


Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?  

Ich will meinem Leser Vergnügen bereiten und ihn oder sie nachdenklich machen. Und das Ganze am liebsten in Romanform oder mit Kurzgeschichten.


Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)  

Seit ich fünfzehn bin schreibe ich. Warum? Weil es raus musste.(Get it out of the system)
Heute schreibe ich, weil ich meine und die Phantasie anderer Leute nicht verkümmern lassen will.

Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)  

Nein. Bisher war alles, was ich schrieb, "nicht marktfähig".  

Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?
 

Das habe ich einmal gemacht. Die haben aber gar nicht in dem Genre publiziert.
Ist also nichts dabei rausgekommen.
Jetzt habe ich einen eigenen Verlag - mehr brauche ich wohl nicht zu sagen. <grins>

Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)  

Überraschung! - unser neues Buch.
Wenn du wissen willst, was drin steht, dann kauf es.

Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)    

Also den ersten Roman, den ich geschrieben habe, würde ich nicht verlegen, weil er schon ziemlich abgedreht ist.
Einfach verwirrt, so wie ich in der Zeit auch war.
Heute schreibe ich glücklicherweise anders.

Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)  

Meiner Mutter würde ich kein Manuskript geben - die liest nur Rosamunde Pilcher! ;-)
Nee... ernst? Also 1. würde ich es nicht nur für meine Mutter machen, sondern auch für die Allgemeinheit.
Meine Preisgrenze: 999,-

Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?

Druckkostenzuschuss ist meistens Abzocke, also nein.

Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?  

Ja, bin ich ja schon - und Verleger für andere.

Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?  

Klasse, auch wenn der Druck in einer normalen Druckerei billiger ist, aber BoD hat eine sehr gute Vermarktungsplattform. Das hat eine Druckerei nicht!

Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?  

Ein Lektorat (wenigstens orthografisch) ist absolut von Nöten!
Ohne geht es nicht, weil man seine eigene Literatur niemals so durchschauen kann, wie ein professioneller Lektor, der Abstand zur Geschichte hat.  

Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?  

Das Cover ist mit das wichtigste, wenn man ein Buch verkaufen will. Das Layout muss ebenfalls gut sein. Es sollte einem Taschenbuch vom Heyne Verlag in nichts nachstehen!

Wieviel würdest du für dein eigenes Buch ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?  

29,90DM

Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?  

Online, Zeitungen, Zeitschriften, vielleicht Messen.  



   

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