Antworten: Karl Rudolf Ronald Dollinger

 

Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?
fachbuch, prosa allgemein und natürlich lyrik.
 
Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)
schon immer mußte ich schreiben - seit dem ich denken kann.
 
Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)
ja, seit 1998 im internet unter: http://www.market-street.de/lyrik;
bin im: schreibzimmer.de und leselupe.de vertreten. meine ersten zwei bände sind soeben gedruckt durch BoD

Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?
an viele verlage- und immer absagen, da angeblich nicht ins programm passend....

Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm vielleicht ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)
liest du heine oder rilke? wäre es nicht für dich einmal von interesse neue lyrik zu lesen eines deutschen autors?

Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)
ja; weil ich ein herz für neue autoren habe, denn es kann nicht sein, daß nur englischsprachige literatur ( wie bei filmen) in unserem land auf die tische gepackt wird. weil ich als verleger beweisen will, daß die berühmte deutsche kultur nicht an wirtschaftlichen interessen kaputt gemacht wird.
 
Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)
normalerweise nichts, da ein autor ja damit geld verdienen will um weiteres zu schreiben. aus erfahrung sage ich aber, wenn ich pro seite 1.- bis 3.-DM zahle, dann ist es absolut o.k., da ich damit die arbeit der gegenseite abdecke.

Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?
leider ist das nicht der fall bei druckkostenzuschußverlagen!!

Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?
jein - da das marketing auch stimmen müßte - und allein ist man in der weiten medienlandschaft auf weiter flur!

Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?
absolut positiv - da ich gute erfahrungen mit BoD : www.videel.de gemacht habe.

Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?
erst habe ich gedacht ein lektorat wäre überflüssig, inzwischen muß ich feststellen, es ist sehr wichtig, da sich doch immer wieder fehler einschleichen, die man als schreiberling überhaupt nicht mehr sieht, da kann man noch so oft darüber lesen, die fehler bleiben da.

Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?
nicht sehr doll.

Wieviel würdest du für dein eigenes Buch im Buchhandel ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?
ich persönlich bin ein sparsamer mensch, demzufolge nicht mehr als max.20.-DM.leider gibt es eine preisbindung, die es nicht gestattet unterhalb eines limits heranzugehen - denn gerade hier sehe ich eine vertane(!) möglichkeit neue autoren zu verlegen über BoD. ich hätte z.b. gerne gesehen, wenn mein lyrikband nicht mehr als 19.90DM kosten würde, weil ein käufer bei einem unbekannten autor eher zugreift,wenn es billig ist, als wenn es teuer ist.
 
Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?
großartig!! spass beiseite, es sollte schon professionell beworben werde durch buchmesse, zeitungen/printmedien...

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