Antworten: Karin Baseda-Maass



Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?

Beobachtungen aus dem Alltag, Amüsantes und Interessantes zum Schmunzeln oder Nachdenken. Meist eher kurz, Kolumnen, die ich auch noch als Buch
publizieren möchte.

Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)


Seit ich Buchstaben auseinanderhalten kann.

Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)


Seit einigen Jahren veröffentliche ich Kolumnen in Tageszeitungen, die bei den Lesern gut ankommen. 1999 habe ich an einem Sachbuch des Steiger Verlags über Europ. Fern-wanderwege mitgearbeitet.
März 2000 ist mein BoD Buch "E1-Das Buch zum Weg" erschienen. Untertitel: "Zu Fuß von Flensburg zum Bodensee"

Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?


Ja. Das Ms zum E1-Buch wurde sehr gelobt, aber abgelehnt mit dem Vermerk: "Um so ein Buch kostengünstig herzustellen, brauchen wir eine Auflage von 8000. Dafür gibt es keine Käufer.

Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)


Es ist ein Vergnügen, meine Texte zu lesen, sie sind verständlich und pointiert geschrieben, das sage nicht nur ich, sondern auch viele Leser.

Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)


Ja sofort. Das E1-Buch füllt eine Lücke. Es ist doch fast für jeden interessant zu erfahren, wie es ist, wenn man Deutschland von Norden nach Süden durchwandert. Das Buch zeigt, was geschieht, wenn man die großen Straßen verlässt und sich auf schmale Schlängelwege einlässt.

Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)


2000 Mark, inklusive Fehler-Lektorat und Layout-Beratung.

Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?
Wer das glaubt, lebt hinterm Mond. Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?

Bin ich schon. Zusammen mit Joachim Maass, meinem Mann, habe ich den "Buch-her!Verlag" gegründet.

Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?


Eine Super-Idee für kleine Auflagen.

Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?


Halte ich für notwendig, ja unerlässlich. Hat mir gefehlt.

Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?


Das hatte ich erwartet aber bei BoD nicht bekommen, ein Schwachpunkt, den man noch verbessern kann. Absolut wichtig für viele Autoren.

Wieviel würdest du für dein eigenes Buch ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?


20 bis 25 Mark, also 19,80 oder 24,80.

Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?

So genial wie möglich.Viel Präsenz in Zeitungen, Buchbesprechungen, Internet-Leseproben, Besuche in Buchhandlungen, damit es mit Schaufenster liegt...

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