Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?
Ich möchte vor allem junge Menschen erreichen und sie mit einer Abenteuer-Buch in fremde Welten entführen. Für eine Kurzgeschichte müsste ich zuviel weglassen. Ein Roman ist meines Erachtens zu wuchtig. Die Mitte von beidem ist das, was ich anstrebe.Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)
Ich schreibe seit ungefähr 1/ 2 Jahr an einem konkreten Werk. Geschrieben habe ich schon als Kind - allerdings habe ich damals mehr Prosa-Gedichte geschrieben. Eines davon wurde in ein Ballettstück in Stuttgart eingearbeitet und von der Tagespresse damals mit `Bertolt Brecht`verglichen. Auch wenn manche seinen Werken skeptisch gegenüber stehen. Für mich war es zu jener Zeit ein enormes Lob.
Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)
Wie schon in der vorigen Antwort: Ja, es gibt wie gesagt schon ein Gedicht, welches die Öffentlichkeit (wenn auch nur ein kleiner Teil davon) erreicht hat und alle anderen Werke sind unter Verschluss oder wirklich nur bestimmten Menschen vorbehalten. Das Buch allerdings, an dem ich gerade arbeite, ist für alle bestimmt, die es interessiert.
Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?
Ich habe mich noch nicht entschieden, welchen Weg ich gehen werde, wenn das Buch fertiggestellt ist. Nachdem das jedoch Vorrang hat, werde ich mich dann mit der Frage beschäftigen, wenn ich der Meinung bin, dass es genau das Buch ist, wie ich es mir vorgestellt habe und keinen Tag früher.
Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)
Frech, Lustig, Unkonventionell, Spannend, kurzweilig
Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)
Momentan würde ich noch niemanden das bislang erarbeitete antun wollen. Dazu ist die Geschichte noch zu unreif. Aber wenn sie fertig ist, würde ich sie selbstverständlich kaufen. Sollte ich das Gefühl haben, dass dem nicht so ist, habe ich definitiv etwas falsch gemacht. Nur was man `selber` kaufen würde, kauft dann auch ein Anderer.
Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)
Die Fragestellung ist etwas verwirrend. Einerseits soll ich eine finanzielle Schmerzgrenze definieren und andererseits "Wenn ich nichts dafür zahlen würde". Grundsätzlich ist die Frage der `Schmerzgrenze`eine Frage, wie weit traue ich meinem Werk´. Wenn ich davon überzeugt bin, gehe ich auch ein entsprechendes Risiko ein. Wenn nicht, tja dann sollte ich wohl die Null-Risiko-Variante wählen und hoffen, dass in 100 Jahren irgenjemand über mein Buch stolpert.
Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?
Das ist natürlich die bequemste Methode für den Verlag - meines Erachtens. Das Risiko, wie gesagt liegt beim Autor. Wenn die Nachfrage dann gegeben ist, springt der Verlag auf den Zug auf. Wenn dem so wäre, dann definitiv nur, wenn eine gut ausgearbeitete Marketing-Aktion dahinter hängt, die wiederum vom Verlag zu tragen ist. Denn umsonst ist der Tod - und der kostet das Leben.
Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?
Ich denke, dass ich diese Frage in Punkt 8. kurz und knackig beantwortet habe.
Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?
Für kleine Geschichten, Gedichte oder auch Sachbücher, halte ich die Idee für durchaus sinnvoll.
Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?
Ich denke, die ganze Geschichte noch einmal von einem Profi durchsehen zu lassen macht Sinn. Wenn der mir aber die ganze Story umkrempelt werd` ich sauer.
Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?
Absolut `on the top`. Es gibt nichts schlimmeres als eine gute Story in einem schlechten Cover. Das Auge `isst` mit. Wenn mir ein Cover ins Auge sticht, nehm` ich das Buch in die Hand und blättere darin. Der erste Kontakt ist somit zustande gekommen und ich habe einen ersten Eindruck erhalten.... und der ist ja bekanntlich entscheidend.
Wieviel würdest du für dein eigenes Buch ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?
8 EUR (Taschenbuch)
Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?
Ich möchte eine Kampagne im Internet. Banner auf allen wichtigen bzw. stark frequentierten Seiten weisen auf die Neuveröffentlichung hin. Im Buchladen natürlich ein ganzer Turm von meinem Buch und auch in div. ausgesuchten Tageszeitungen hätte ich nichts dagegen, wenn das Buch (natürlich lobend :-)) erwähnt wird.
![]()