Antworten: Gerhard Brandl

  1. Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?

Habe bisher 22 Sachbücher zu psychohygienisch relevanten Themen veröffentlicht.

  1. Seit  wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)

Buchveröffentlichungen schon in den sechziger Jahren (oben nicht mitgezählt(. Von Zwang möchte ich nicht sprechen, von einem Anliegen aber schon.

  1. Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)

Erstens: lesenswert, zweitens: sie oben - 22 Bücher, zahlreiche Aufsätze in Zeitschriften (z.B. Pulsar...)

  1. Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?

Früher war es einfacher, später habe ich auf die Rückgabe eines Manuskripts z.T. eineinhalb Jahre gewartet (z.B. Ibera Verlag/ Wien(), das ist eine echte Gemeinheit. Dann habe ich mich halt an die Druckkostenzuschußverlage gehalten, die einen ganz schön abkassieren, aber kein Geld für Werbung haben. Schließlich habe ich Publishing on Demand entdeckt (Libri/ Norderstedt). Das ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

  1. Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm vielleicht ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)

Nun, es soll ehrlich sein, vertrauenerweckend (was Werbung oft nicht ist), aber nicht simpel. Wer sich nicht ein wenig anstrengen will, soll die Finger von meinen Sachen lassen. Es ist interessant: einfache Leute finden sie toll, eingebildeten sind sie zu trocken, na von mir aus. Nachlaufen tue ich niemandem, das habe ich nicht notwendig.

  1. Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)

Was weiß ich, was in einem Verleger mit seiner Zielgruppe, dem Verlagsprogramm vor geht. Der soll halt einem Prominenten eine Aufrtragsarbeit für eine Marktlücke machen lassen.

Ich habe bloß Erfahrungen eines Psychotherapeuten, ehemaligen AHS-Professors, Mitmenschen etc. zu bieten. Na klar würde ich es kaufen, weil es von mir ist. Ohne Selbstvertrauen kann ich gleich einpacken. Das wird einem von Lektoraten und Redaktionen kaputt gemacht, wenn mans sichs gefallen läßt.

  1. Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)

DM 30 für ein Buch, wenn ich das recht verstanden habe.

  1. Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?

Ach von den Druckkostenzuschußverlagen (z.B. TRIGA...) habe ich wirklich die Nase voll.

  1. Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?

Nein, absolut nicht, das sollen jüngere Leute machen, ich werde in ein paar Tagen 70.

  1. Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?

Das mit der Internetbestellung hat bei meinen Sachen, die Libri anbietet, bisher überhaupt nicht funktioniert. Das ist sehr bitter, weil ich selber keine Vermarkungsmöglichkeit habe und mir das auch nicht antäte.

  1. Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?

Das Lektorat würde Fehler sehen, die ich übersehe (das Lektorat bei TRIGA war Exzellent)

  1. Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?

für ganz wichtig, sonst schaut kein Mensch hinein

  1. Wie viel würdest du für dein eigenes Buch im Buchhandel ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?

25 bis 35 DM, unbedingt

  1. Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?

in Zeitungen und Zeitschriften, was weiß ich, da sind andere als Fachleute in der Lage, sich was einfallen zu lassen.




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