Antworten: Christa Schmid-Lotz


Was willst du deinen Lesern als Autor mitteilen? Welchen Weg würdest du dazu gern nehmen (Fachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lyrik)?

Ich habe Kurzgeschichten geschrieben und bin jetzt beim zweiten Roman.
Ich möchte den Lesern Hoffnung vermitteln in einer Welt, die zunehmend anonymer und desorientierter ist.

Seit wann schreibst du? (Musstest du "immer schon " schreiben? Unter diesem nicht recht zu beschreibenden "inneren Zwang"?)

Ja, Schreiben war für mich immer ein inneres Bedürfnis. Erst seit dem Kontakt mit einer Schreibwerkstatt im Internet hat sich das vom Feuilletonistischen zum mehr Belletristischen entwickelt.

Haben schon andere Leute als deine Freunde/Verwandten/Nachbarn das, was du schreibst, für lesenswert befunden? (Mit anderen Worten: Gibt es schon Veröffentlichungen von dir?)

Ich habe einen Essay über "Die Einsamkeit des Schreibens" in der Federwelt veröffentlicht(Februar 2003), im April eine Satire über den Literaturpapst in der gleichen Zeitschrift. dann noch beim Poeticus-Wettbewerb gewonnen mit einer Abenteuer-Erzählung. Die Anthologie scheint jedoch unter Geburtswehen ztu leiden.
Mein Roman über den Dichter Eduard Mörike(200.Geburtstag 2004) soll Ende des Jahres bei Salzer/Kaufmann veröffentlicht werden. Im Juni habe ich einen Termin.
Mein neuer Roman über den 30jährigen Krieg in Südwestdeutschland hat auch schon einen Verlagsinteressenten

Hast du schon mal ein Manuskript an einen Verlag geschickt? Und? Was ist passiert?

Oh, sehr oft. Aber nur nach Absprache(meist per Email).
Viele haben Interesse gezeigt, aber nciht gewagt, eine Neue zu veröffentlichen. Ansonsten - siehe oben.

Mit welchen Worten würdest du jemand anderem schmackhaft machen, dir das, was du geschaffen hast, abzukaufen? (Nimm vielleicht ein Beispiel von dem, was du gerade - leider noch unveröffentlicht - in der Schublade hast.)


Ich habe was zu sagen - zu schreiben. Und gerade die Historie kann uns viel über unswer Heute sagen - sowohl, was die Dichter, als auch, was die Kriege angeht!

Stell dir vor, du wärst Verleger. Würdest du dein eigenes Manuskript kaufen? (Und weshalb?)


Ja, würde es kaufen. Es ist im Trend, Zwar nicht im mainstream, aber es interssiert sicher so 5% der Bevölkerung-das wären bei 80 Millionen immerhin 4 Millionen.

Wie hoch wäre deine finanzielle Schmerzgrenze, was würdest du dafür ausgeben, wenn du dafür dein Manuskript gebunden in der Hand halten und großzügig/stolz (an deine Mutter z.B.) verschenken könntest? (Wenn du nichts dafür zahlen würdest: Warum nicht?)


Fast ein Jahr Recherchen, Schreiben ohne Ende und kaum noch Realleben-warum sollte ich dafür auch noch bezahlen wollen?

Bist du der Überzeugung, dass ein Verlag, der von dir Druckkostenzuschuss verlangt, sich anschließend für die Bewerbung deines Buches stark macht?


Ganz und gar nicht!

Um noch mal auf die Frage von eben zurück zu kommen: Könntest du dir wirklich vorstellen, dein eigener Verleger zu sein?


Nö.

Was hältst du von Printing on Demand-Anbietern (wie z.B. BoD)?


Ich werde mein Buch, bis ich ins Grab steige, lieber in der Buchhandlung oder auf Buchflohmärkten kaufen.

Was würdest du - falls du dich entschließen solltest, es einmal mit Printing on Demand zu versuchen - von einem Lektorat halten? Meinst du, ein Lektorat wäre sinnvoll? Und warum?


Nicht sinnvoll. Ich werde von sehr erfahrenen Mitautoren lektoriert, so gut, dass Salzer kaum noch Änderungswünsche hat.

Für wie wichtig hältst du das Layout des Satzes und des Covers?


Sehr wichtig.

Wieviel würdest du für dein eigenes Buch im Buchhandel ausgeben, wenn es z.B. 150-200 Seiten hat?


15 Euro.

Wie stellst du dir die Werbung für dein Buch vor?

Meine Webseite. Kontakte, die ich schon habe, zum Beispiel die Mörike-Gesellschaft.



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